Creativity is something you can't control, my friendDie unendlichen Weiten der virtuellen Welt sind unendlich und weit. Das Internet ist gerade für Künstler ein Ort der Inspiration, des kreativen Austauschs und dient als Plattform und Ausstellungsraum. Wer sich keine teure Vernissage leisten kann, lädt seine Bilder mal eben bei Instagram hoch – Wer noch keinen Plattenvertrag in der Tasche hat, seine Musik bei Soundcloud. Ein neuer Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Urheberrechts könnte dem nun ein Ende bereiten.


Okay und jetzt nochmal für alle, exklusiv und unzensiert: Die unendlichen Weiten der virtuellen Welt sind unendlich und weit. Gerade für Künstler ist das Internet ein Ort der Inspiration, des kreativen Austauschs und dient vielen als Plattform und Ausstellungsraum. Wer sich keine teure Vernissage leisten kann, lädt seine Bilder mal eben bei Instagram hoch. Wer noch keinen Plattenvertrag in der Tasche hat, seine Musik bei Soundcloud. Ein neuer Gesetzesentwurf zur Verschärfung des Urheberrechts könnte dem nun ein Ende bereiten.

Ein Text von Alessandra mit Memes von imgflip.

Während unsereins munter Memes generiert, wird in Brüssel heiß diskutiert: Inhalte im Netz sollen aufgrund einer Reform des Urheberrechts künftig schärferen Kontrollen unterzogen werden: Schluss mit den Trump-Parodien oder eigenen Mixtapes, Adieu künstlerische Freiheit und bunte Vielfalt. Hallo Algorithmen – und unverhältnismäßige Zensur.

Zurück auf Anfang: Laut Artikel 13 – einem Gesetzesentwurf der EU-Kommission zur Verschärfung des Urheberrechts im Internet – sollen in Zukunft sämtliche User-generierten Inhalte im Netz – noch vor dem Upload – überwacht und bei Urheberrechts-Verletzungen zensiert werden.

What do you mean by 'They don't like memes?'

Nicht mehr wir selbst, sondern ein sogenannter “Censorship-Bot” würde dann darüber entscheiden, was wir im World Wide Web posten dürfen und was nicht. Wenn also im Hintergrund eures Urlaubsfotos ein urheberrechtlich geschütztes Logo zu sehen wäre, könnte allein dies bereits verhindern, dass ihr das Foto überhaupt hochladen dürft.

Plattformen wie Instagram, WordPress oder SoundCloud wären dann dazu verpflichtet, Inhalte bereits vor der Veröffentlichung auf eventuelle Verstöße zu scannen und diese unter Umständen nicht zu veröffentlichen, da sie ansonsten selbst für die Inhalte der Künstler haften würden.

Zum Vergleich: Nicht einmal im Rahmen der Anti-Terror-Bekämpfung im Netz gelten in der EU solch strenge Auflagen. User generierter Content würde damit strenger kontrolliert als terroristische Online-Inhalte. Im Grunde genommen würde es das Internet, wie wir es heute kennen, also nicht mehr geben.

Don't be scared, boy. The internet is a magical place.

Natürlich ist es auch im Internet richtig und wichtig, Richtlinien festzulegen, die einen missbräuchlichen Umgang mit geschützten Inhalten verhindern. Trotz allem darf Zensur nicht die Lösung sein, oder? Die Kampagne “Create Refresh” möchte auf das Problem und auf den besagten Artikel 13 aufmerksam machen und fordert, die Schöpfer selbst in die Urheberrechtsdebatte miteinzubeziehen, um ein ausgewogenes Urheberrecht mit ihnen zu gestalten. Denn schließlich ist das Internet ein Ort, an dem Urheber ihr Talent, ihre Ideen und ihre Arbeit pflegen und fördern können – und das soll auch weiterhin so bleiben.

Lasst uns gemeinsam eine Bewegung in Gang setzen und unsere Rechte als Nutzer und Freigeister im Internet verteidigen! Wie ihr einen Beitrag dazu leisten könnt? Unterstützt die Kampagne “Create Refresh”, indem ihr unseren Beitrag teilt oder einen eigenen Beitrag zum Thema unter dem Hashtag #fixcopyright veröffentlicht oder noch besser: Lasst euren Worten Taten folgen und nutzt dieses Tool um direkt im Büro eines Abgeordneten anzurufen.

Abschließend bleibt uns nur noch zu sagen:

Don't let Article 13 ruin your life.

Mehr zur Kampagne erfahrt ihr im Video und hier.

Write A Comment