In unserer Serie SchwarzWeißBunt stellen wir euch Künstler vor, die mit ihrem Schaffen die Welt ein kleines bisschen schöner machen. Eine von ihnen ist Jimmy Cirkeline Søhus aka Ugly Cat Collection, die selbst aus Müll Zauberhaftes kreiert.

Interview von Pascal Hof


Wieso hast du angefangen mit der Kunst?

Es gab keine Alternative für mich – oder keinen anderen Ausweg. Irgendetwas braucht man ja, um der Langeweile und dem Alltag zu entfliehen.

Mit welchen Medien arbeitest du?

Angefangen habe ich ganz klassisch mit Stift und Papier und ab und an dem Pinsel. Heute probiere ich alles aus – jeder Gegenstand kann ein Medium werden. Im letzten halben Jahr habe ich mich sehr viel mit Müll beschäftigt und daraus Skulpturen und auch Bühnenbilder fürs Theater gebaut – oder auch Klamotten. Es ist gerade eine sehr experimentelle Phase, würde ich sagen …

Wo arbeitest du am liebsten?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal brauche ich meine Ruhe und verziehe mich ich mein Nest, um in meinen eigenen kleinen Kosmos zu flüchten und dann wiederum gibt es Situationen, in denen ich den Trubel und das Chaotentum meiner Umgebung aufsaugen und künstlerisch verarbeiten will oder muss.

Was ist deine Lieblingsfarbe?

Was ist das denn für eine Frage?! Alles besteht aus Farben – die ganze Welt ist ein großes Farbgemisch, das kann man nicht einfangen mit nur einer spezifischen Farbe. Jede Farbe hat einen bestimmten Platz und ihre bestimmte Zeit.

Was inspiriert dich?

Kopf, Herz und Verstand. Ich brauche die Kunst, um meine Gedanken zu ordnen und auch mein Herz- und Bauchgefühl. Aber auch meine Umwelt prägt mich und mein handeln.

Welche Kunst oder welchen Künstler sollte man gesehen haben?

Da könnte man jetzt mit großen Namen um sich werfen wie Leonardo Da Vinci und Egon Schiele – die wirklich wunderbar sind. Aber wichtig ist vor allem die Augen offen zu halten, wo immer man auch ist: Die kleine Kritzelei auf der öffentlichen Toilette im Park kann genauso viel Wirkungskraft erzielen wie ein Gemälde von Gottfried Helnwein.

Woran denkst du, während du arbeitest?

An alles oder an Nichts.

Welche anderen Künstler nimmst du dir zum Vorbild?

Meine Mutter und Daniel Richter – der ist ein echt brillanter Typ. Mein Stil ist keineswegs wie seiner und soll es auch nicht werden, aber die Art, in der er Themen darstellt, ist genial und zutiefst inspirierend.

Wie gehst du mit Kritik um?

Sie treibt mich an, Sachen zu überdenken und meine Handlungen zu reflektieren. Ob ich sie angemessen finde oder nicht, sie gehört dazu.

Was ist dir wichtiger: Kunst oder Liebe?

Das ist für mich eine Sache: Ohne Kunst keine Liebe. Ohne Liebe keine Kunst.

 

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Pascal Hof
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