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Die Advents-Zeit neigt sich dem Ende zu – und damit auch unsere Advents-Playlist. Morgen ist Heilig’ Abend – zwei Türchen öffnen wir also noch für euch. Wir haben Produzenten, DJs und Rapper gefragt, was ihre drei Lieblingstracks von einem ihrer Lieblings-Produzenten sind. Heute präsentiert uns kein Geringerer als MC Rene (Foto links; mit Carl Crinx) seinen Favorite-Producer. Dieser ist ähnlich oldschool wie Rene selbst und beide sind noch immer im Game: Es ist Pete Rock, das “Chocolate Boy Wonder”, der wie “Reen” dieses Jahr ein neues Album veröffentlichte.

Ein Beitrag von Marcel mit Fotos von Peripherique


 

MC Rene x Pete Rock

Pete Rock & C.L. Smooth – T.R.O.Y.

Pete Rock & C.L. Smooth – The Creator

Pete Rock & C.L. Smooth – Straighten It Out

 

 

Vielen definieren ihren Produzenten nach der kommerziellen Relevanz und nicht nach dem Flavour. Pete Rock hatte grade mit C.L. Smooth genau diesen Flavour, von dem ich spreche, welcher deutschsprachigem Hip-Hop heute wieder sehr gut tun würde.

 

 

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An MC Rene schieden sich seit jeher die Geister. Der Rapper, den man guten Gewissens zu den Begründer von Hip-Hop in Deutschland zählen darf, schlug mit seiner Musik und seinem künstlerischen Schaffen immer wieder an Grenzen stießen – für die einen eine positive Fähigkeiten, doch für andere gingen etwa Reens Moderatoren- und Comedien-Ausflüge zu weit. Die einen lieben Rene, die anderen nicht. So ist das mit dem Deutsch-Marokkaner, der dieses Jahr mit „Renesance“ ein Comeback der Extra-Klasse feierte. Auf dem Album, das mit Carl Crinx entstand, sind Künstler wie Toni L, Flowin Immo oder Spax zu hören. Nach zwei englischen Tracks, die Rene 1993 mit der Gruppe „State of Departmentz“ veröffentlichte, war der Deutsch-Marokkaner auf diversen deutschen Samplern vertreten, auf denen er als Solo-MC neben ansonsten ausschließlich Rap-Gruppen seine Musik präsentierte. „Ich müsste auch der erste Solo-MC dieser Zeit gewesen sein, der ein Album gemacht hat“, sagt MC Rene. Er habe seinerzeit oft bei den Stieber Twins übernachten dürfen und eines morgens sei er aus der Dusche gekommen, als Martin Stieber vor ihm gestanden sei und mit seiner markanten Heidelberger Schnauze meinte: „Rene, du musst das Ding ,Renevolution’ nennen.“ Die Debüt-LP hatte ihren Namen. 1995 erschien diese. Der heute 38-Jährige war im Game. Vier weitere Alben folgten, doch nach dem bis dahin vorerst letzten, „Der letzte Marokkaner“ (2005), wurde es still um Rene. Er habe Probleme mit dem Plattenlabel gehabt. „Das war eine sehr unschöne Geschichte, die mich gefreezed hat“, sagt er. Immer wieder war Reen in der Folge das Ziel von Disses. Azad, Eko Fresh, Kool Savas – sie alle hatten es auf den gebürtigen Braunschweiger abgesehen. „Für mich ist vieles davon Schnee von gestern. Im Grunde genommen sehe ich Disses nicht als Teil des Rap-Business. Ich habe immer nur auf andere reagiert. Für mich ist das nun nicht mehr relevant, ich beschäftige mich nicht mehr damit. Aber klar, es gibt Rapper, deren Bekanntheit basiert auf diesem Ding: dass sie andere verbal angreifen. Meine Sache ist das nicht. Das ist nicht MC Rene. Dass er auch 20 Jahre später noch von Musik leben kann, das habe er sich damals noch nicht ausmalen können. Rene erfand sich immer wieder neu. 2012 erschien das Buch „ Alles auf eine Karte – Wir sehen uns im Zug“, das seine Zeit als „Bahn-Nomade“ zum Thema hat. Reen beschreibt darin, wie er quer durch Deutschland tourt, um seine Karriere als Comedian voran zu treiben.

 

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INTERVIEW w/MC RENE

MC RENE @ FACEBOOK

MC RENE @ HOMEPAGE

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1.12. @ DJ EMILIO  I   2.12. @ PASSION

3.12. @ SWIST  I   4.12. @ DIMITRIOS & VINCENZO

5.12. @ LOVEiT SPECIAL  I  6.12. @ NIKLAS IBACH 

7.12. @ WIRSCHEISSENGOLD SPECIAL  I  8.12. @ COMMON SENSE PEOPLE SPECIAL

9.12. @ SHDW  I  10.12. @ DJ CRYPT

11.12. @ ALEXANDER MAIER I  12.12 @ DJ FRICTION

13.12. @ DEXTER  I  14.12. @ FABIAN BRAUNBECK

15.12. @ BEATPETE  I  16.12. @ SAM

17.12 @ SUFF DADDY   18.12.@ SEPALOT

19.12 @ 5ter TON  I  20.12 @ RETROGOTTxxx

21.12. @ FALK  I 22.12 @ WEEKEND

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xxAlle Tracks – zumindest die, die es da gibt – haben wir euch auf Spotify in einer Playlist zusammengefasst:

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Marcel Schlegel
Author

Schreibt viel und immer mit zwei Fingern. Mal über dies, mal mehr über das. Stärke: die Kommasetzung. Punkt. Ein Werdegang in Linkform – hier: http://bit.ly/2ajtdCU

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