Als Mercedes-Benz bei uns anklopfte und fragte, ob wir Lust haben die neue A-Klasse auszuführen, um unsere ganz eigene Geschichte damit zu schreiben, war die Sache sofort klar: Natürlich machen wir das! Wohin unsere Fahrt ins Blaue ging? Lest selbst –  Ta-daa: Hier kommt Tag 2 unseres Roadtrip Roulettes.

Ciao Venezia! Diese von Wasser umgebene Perle sollte unser nächstes Ziel sein. Die schöne Lagunenstadt mit ihren vielen Postkartenmotiven, Shops und Trattorias steht nicht umsonst seit 1987 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Außerdem findet gerade die „Biennale di Architettura“ statt, was einen Besuch gleich doppelt verlockend machte.

Ein Text von Carina mit Fotos von Saeed

Ratzfatz zischten wir los. Quer durch das idyllische Kärnten, vorbei an den prächtigen Alpen.

An dieser Stelle noch ein kleiner Hint für alle Navigationstalente: Verfahren is‘ nich’ mit der neuen A-Klasse! Steht das nächste Fahrmanöver kurz bevor, so zeigt die Kamera den Echtzeit-Verkehr am Display an und mittels Augmented Reality erscheinen animierte Pfeile, die zusätzlich den Weg weisen. Die immerwährende Navi-Plattitüde „Wenn möglich bitte wenden“ inklusive Zähneknirschen und Augenrollen ist damit sowas von 2017! Über welche Gimmick’s ihr euch außerdem freuen könnt erfahrt ihr unter www.a-story.de.

Wir tauschten unsere liebgewonnene A-Klasse gegen ein Vaporetto ein und schipperten auf Venedig zu. Herrlich so eine Fahrt über den Canale Grande mit Blick auf die wunderschönen Fassaden.

Die Bilder in den Reiseführern lügen nicht. Diese Stadt ist unfassbar schön. Mit all ihren malerischen Brücken und romantischen Kanälen kann sie nur ein absoluter Touristenliebling sein. 

Bei der Biennale, der internationalen Architekturausstellung, dient ganz Venedig quasi als Ausstellungsfläche. Der bedeutendste Schauplatz sind die ‚Giardini‘, ein Teil der öffentlichen Gärten, in denen sich Länderpavillons befinden. Jeder Pavillon präsentiert darin seine Exponate zu einem gesetzten Thema.

Für die 16. Architekturbiennale wählten die beiden Kuratorinnen, Yvonne Farrell und Shelley McNamara, das Thema „Freiraum“. Die 36 ausstellenden Länder interpretierten das Motto auf verschiedenste Weise.

Unser Resümee? Architektur ist etwas hoch Emotionales und schafft es, auf ganz wunderbare Weise, den politischen Diskurs anzuregen. In diesem Sinne, ‚ALL EYES ON‘ Belgien: Unsere Freunde aus dem Westen nahmen in ihrem Pavillon die Europäische Union in den Fokus. Im Blau der Euroflagge glänzte eine moderne Agora, während im Hintergrund die „Ode an die Freude“ dudelte. Die Message an das Publikum? Einfach mal gemeinsam Platz nehmen und über Europa als politische Idee nachdenken. Wir finden, in Zeiten von Brexit, rechtspopulistischen Strömungen und der damit einhergehenden Abschottung genau der richtige Impuls!

Den heißbegehrten „goldenen Löwen“ heimsten in diesem Jahr die Schweizer ein. Sie erhielten die Trophäe für ihre “Svizzera 240: House Tour”. Die Juroren stehen offensichtlich auf Humor, denn was sich dahinter verbirgt ist eine ‚gäckig‘ inszenierte Mietwohnung, welche in drei verschiedenen Größen möbliert wurde. So durchquerten wir die Wohnung einmal als Normalo, als Riese und als Kleinkind. Wobei letzteres das Highlight war! Die Türklinke und Fenstergriffe sind so weit entfernt, dass man sie wohl nur mithilfe einer Räuberleiter greifen könnte.

‚Buone notizie‘ für alle, die Lust auf Architektur bekommen haben, die Biennale hat ihre Pforten noch bis zum 25. November 2018 geöffnet.

Nach einem aufregenden Biennale-Tag sollte man den Abend unbedingt fernab der Touristenströme ausklingen lassen und dazu empfiehlt sich wohl nichts besser als das Studentenviertel ‚Dorsoduro‘. Es liegt am südlichen Ufer des Canale Grande und gilt als das „wahre“ Venedig. Das glauben wir gerne, denn hier wimmelt es nur so von gotischen Kirchen, modernen Kunststätten und jeder Menge Studenten, die ‚La Dolce Vita‘ genießen.

Nahe der ‚Università Ca’Foscari‘ fanden wir eine urige Pizzeria, die gleichzeitig der ‚Place to be‘ für alle Fußballbegeisterten zu sein schien. Perfetto! Denn die Zitterpartie Deutschland gegen Schweden wollten wir keinesfalls verpassen. Der Last-Minute-Treffer von Toni Kroos kürte die DFB-Elf zum glücklichen 2:1- Sieger und ließ die gesamte ‚Piazza‘, samt Gastro-Personal, völlig ausrasten. Es war uns eine Herrlichkeit mit all den Menschen verschiedener Nationen gemeinsam zu jubeln!

‘Props’ an unsere lieben Tischnachbarn und ihre herrlichen Schlachtrufe! Ohne euch wäre das Spiel nur halb so schön gewesen!

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